Wäldletobel: Klösterle und seine Geschichte

Sonstiges Bauwerk und Gebäude

Prähistorische Funde beweisen zwar eine frühe Begehung des Arlbergs, ob sich jedoch schon Menschen dauerhaft in dieser Gegend aufhielten ist fraglich. Pollenanalytische Untersuchungen belegen zumindest eine alpwirtschaftliche Nutzung, die schon seit tausenden von Jahren bestand.

Hinsichtlich der Besiedelung des Klostertales im Mittelalter herrscht jedoch auch einige Unklarheit. Erstmals urkundlich erwähnt wird das Tal 1218, indem Graf Hugo I. von Montfort die eine der hl. Maria geweihten Kapelle und „den Wald, der gegen den Arle zugeht“ dem Johanniterorden schenkte. Ob diese Kapelle in Klösterle schon vorher bestand, geht aus der Urkunde nicht klar hervor. Die Johanniter errichteten in der Folge eine Herberge, in der sie Pilger:innen, Kreuzfahrer:innen und Kaufleuten Unterkunft boten.
Die Marienkapelle scheint mit der Zeit zu klein geworden zu sein, weshalb 1332 ein Neubau erfolgte. Die neue Kirche wurde zu Ehren der Mutter Gottes und Johannes des Täufers geweiht, woraus wieder die Bedeutung der Johanniter ersichtlich wird. Mit der Zeit erhielt der Ort seinen Namen „Klösterle“ und das ganze Tal den Namen „Klostertal“. Wie lange die Johanniter in Klösterle wirkten, geht aus den Quellen nicht hervor. Das Klostertal kam nach der Teilung des Hauses Montfort 1258 in den Besitz der Werdenberger, die Montforter verloren womöglich nach dem Verlust ihrer Besitzungen östlich des Arlbergs das Interesse an der Förderung des Hospizes.


In einer Urkunde von 1424 ist von einem „Hochhaus“ (Bezeichnung für ein Amtshaus) die Rede, welches der Lagebeschreibung nach wahrscheinlich das aufgelassene Klostergebäude war. Dieses wird 1509 als „hoch hus by der kirchen“ letztmalig erwähnt.
Nach der Chronik von Pfarrer Mathias Sander stand das Johanniterkloster (und somit wohl auch das Hochhaus) unterhalb des Mesnerhauses und seine Ruinen seien bis 1717 sichtbar gewesen. Ein gewisser Ignaz Freytag hätte in diesem Jahre an jener Stelle ein neues Haus gebaut.

Das ehemalige Gasthaus „Johanniterstube“ soll als Wirtschaftsgebäude des Klosters gedient haben und war einst mit dem gegenüberliegenden Haus Nr. 71 durch einen Torbogen (Laube) verbunden. Dieser Bogen wurde 1823 durch den Ausbau der Arlbergstraße abgetragen. In diesem Haus hätten der Verwalter oder Vikar des Hospizes und Spitals gewohnt (Im alten Kalendarium aus dem 16. Jahrhundert ist noch von einer Vikarei die Rede). In dem Haus südlich der Straße war auch das herrschaftliche Zollamt untergebracht. Von einer Zollstelle in Klösterle ist urkundlich erstmals 1343 die Rede. Seit dem 17. Jahrhundert war die Familie Friz Inhaber des Zolles, ab 1674 als kaiserliche Zoller.

Prähistorische Funde beweisen zwar eine frühe Begehung des Arlbergs, ob sich jedoch schon Menschen dauerhaft in dieser Gegend aufhielten ist fraglich. Pollenanalytische Untersuchungen belegen zumindest eine alpwirtschaftliche Nutzung, die schon seit tausenden von Jahren bestand.

Hinsichtlich der Besiedelung des Klostertales im Mittelalter herrscht jedoch auch einige Unklarheit. Erstmals urkundlich erwähnt wird das Tal 1218, indem Graf Hugo I. von Montfort die eine der hl. Maria geweihten Kapelle und „den Wald, der gegen den Arle zugeht“ dem Johanniterorden schenkte. Ob diese Kapelle in Klösterle schon vorher bestand, geht aus der Urkunde nicht klar hervor. Die Johanniter errichteten in der Folge eine Herberge, in der sie Pilger:innen, Kreuzfahrer:innen und Kaufleuten Unterkunft boten.
Die Marienkapelle scheint mit der Zeit zu klein geworden zu sein, weshalb 1332 ein Neubau erfolgte. Die neue Kirche wurde zu Ehren der Mutter Gottes und Johannes des Täufers geweiht, woraus wieder die Bedeutung der Johanniter ersichtlich wird. Mit der Zeit erhielt der Ort seinen Namen „Klösterle“ und das ganze Tal den Namen „Klostertal“. Wie lange die Johanniter in Klösterle wirkten, geht aus den Quellen nicht hervor. Das Klostertal kam nach der Teilung des Hauses Montfort 1258 in den Besitz der Werdenberger, die Montforter verloren womöglich nach dem Verlust ihrer Besitzungen östlich des Arlbergs das Interesse an der Förderung des Hospizes.


In einer Urkunde von 1424 ist von einem „Hochhaus“ (Bezeichnung für ein Amtshaus) die Rede, welches der Lagebeschreibung nach wahrscheinlich das aufgelassene Klostergebäude war. Dieses wird 1509 als „hoch hus by der kirchen“ letztmalig erwähnt.
Nach der Chronik von Pfarrer Mathias Sander stand das Johanniterkloster (und somit wohl auch das Hochhaus) unterhalb des Mesnerhauses und seine Ruinen seien bis 1717 sichtbar gewesen. Ein gewisser Ignaz Freytag hätte in diesem Jahre an jener Stelle ein neues Haus gebaut.

Das ehemalige Gasthaus „Johanniterstube“ soll als Wirtschaftsgebäude des Klosters gedient haben und war einst mit dem gegenüberliegenden Haus Nr. 71 durch einen Torbogen (Laube) verbunden. Dieser Bogen wurde 1823 durch den Ausbau der Arlbergstraße abgetragen. In diesem Haus hätten der Verwalter oder Vikar des Hospizes und Spitals gewohnt (Im alten Kalendarium aus dem 16. Jahrhundert ist noch von einer Vikarei die Rede). In dem Haus südlich der Straße war auch das herrschaftliche Zollamt untergebracht. Von einer Zollstelle in Klösterle ist urkundlich erstmals 1343 die Rede. Seit dem 17. Jahrhundert war die Familie Friz Inhaber des Zolles, ab 1674 als kaiserliche Zoller.

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