Wäldletobel: Wäldletobel​-​Schlucht

Other structure and building

Benannt nach einem kleinen Wald

Die Geologie des Tales ist durch eine markante, tektonische Grenzlinie charakterisiert, die von Osten her südlich der Talsohle bis nach Dalaas verläuft und sich hier gabelt. An der Nordseite des Tales erheben sich die imposanten Kalke der Nördlichen Kalkalpen, während südlich das kristalline Gestein der Zentralalpen (Silvrettadecke) die Landschaft der Verwallgruppe prägt. Mehrere Längstäler entstanden an dieser geologischen Grenze, von denen das Klostertal im äußersten Westen liegt.

Die Alfenz, die in Stuben am Arlberg aus der Vereinigung von Rauzbach und Stubenbach entsteht, durchfließt das Klostertal bis zu ihrer Mündung in die Ill zwischen Bludenz und Lorüns. Ihre zahlreichen Zuflüsse entlang der Talflanken haben ein starkes Gefälle; teilweise haben sich markante Wasserfälle herausgebildet. Das Wäldletobel mit seiner Schlucht ist dafür ein beeindruckendes Beispiel. Außerdem prägen zahlreiche Bergseen die alpine Landschaft, von denen der Spullersee und der Formarinsee die bekanntesten und größten sind.

Der nach einem kleinen Wald benannte Wildbach ist vor allem wegen des Viadukts bekannt, über den früher die Arlbergbahn führte. Die Schlucht kann heute begangen werden. Nach Murgängen kann das Tobel zu einem reißenden Wildbach werden und in kurzer Zeit massive Zerstörungen anrichten. Zuletzt war das 2010 der Fall.