Kulturweg "Historische ArchitekTouren" | Wald am Arlberg

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Kulturweg "Historische ArchitekTouren" | Wald am Arlberg

Im Rahmen des aus dem Leader-Programm der Europäischen Union geförderten Projekts Historische ArchitekTouren werden in den Orten des Klostertals historische Ortsrundgänge gestaltet, die bemerkenswerte Bauten und ihre Geschichte vorstellen. Die Route in Wald beginnt bei der einstigen Zimmerwerkstätte Gantner beim Stelzistobel (dort wird ab Ende 2019 historisches Handwerk vorgestellt) und führt bis zum Klostertal Museum. Alte Waldner Häuser mit ihren einstigen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie der Ursprung von historischen Haus- und Übernamen werden entlang der Route vorgestellt.

Route description

Start: Wald am Arlberg

End: Wald am Arlberg

Werkstätte Gantner, Arlbergstraße 44
In der Mitte des 19. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Werkstätte eine Zündhölzlefabrik. Dabei handelte es sich um den ersten Industriebetrieb in Wald am Arlberg. Als Gesellschafter dieser Fabrik scheinen „Darthe, Fritz und Compagnie“ auf. Es handelte sich dabei um die Söhne des Bärenwirts Jakob Darthe und ihren Schwager Johann Lorenz Fritz, einen bekannten Geschäftsmann in Dalaas. Die Fabrik brannte im März 1866 ab, wurde in weiterer Folge aber wieder aufgebaut. Nachdem seine Geschäftspartner nach Wien gezogen waren, verkaufte Fritz 1891 die Fabrik, deren Betrieb eingestellt worden war, an den aus Frastanz stammenden Martin Reisch. Dieser richtete eine Tapetenfabrik ein, denn die Einrichtung von Häusern mit Tapeten war zu jener Zeit in Mode gekommen. Das Wohnhaus stand früher an der Oberen Gasse bei der Abzweigung Richtung Radona. Es wurde von Reisch abgetragen und neben der Fabrik wieder aufgebaut. Noch vor dem Ersten Weltkrieg wurde der Besitz an den Wiener Fabrikanten Viktor Pelz verkauft, der jedoch im Ersten Weltkrieg vermisst blieb. Das leer stehende Gebäude erwarb in den 1920er Jahren der Schreinermeister Josef Frische. Dieser wiederum verkaufte es an Felix Gantner, der die Fabrik 1930 durch eine neue Werkstätte ersetzte und hier eine Zimmerei betrieb.


Obere Gasse 26
Das Haus am Annabach zählt zu den ältesten Gebäuden in Wald am Arlberg. Vor langer Zeit war hier eine Schmiede untergebracht, die auch in Zusammenhang mit dem Flurnamen „Altaness“ stehen dürfte. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wohnte eine Familie Schnetzer in diesem Haus, welche es 1849 an Mathias Burtscher verkaufte. 1879 zog hier Josef Walch ein, der aus einer  kinderreichen Familie in Zug stammte. Nach dem Vornamen des Vaters (Sebastian) wurde sie „s´Baschtiana“ genannt. Dieser übersiedelte in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit seiner Frau und den Kindern vom Tannberg ins Klostertal. Nach der mündlichen Überlieferung hatte sich die ganze Familie nach einem Lawinenabgang nur noch durch den Kamin retten können Mehrere Generationen der Familie Walch haben das Haus seit 1879 bewohnt. Drei Söhne des Sebastian Walch – der als Sohn des Josef Walch den Namen seines Großvaters erhalten hatte – starben als Soldaten im Zweiten Weltkrieg.


Obere Gasse 30
Dieses unter Denkmalschutz stehende Haus zählt zu den wichtigsten Baudenkmälern von Wald am Arlberg. Der in Blockweise gezimmerte Bau hat sein Aussehen in den vergangenen 100 Jahren kaum verändert. Der Wirtschaftsteil ist hinten versetzt angebaut. Hier befand sich auch eine Werkstätte, wie die großen Fenster beweisen. Die gemauerte Vorderseite des Hauses wurde der Überlieferung nach von einem Bauhandwerker gestaltet, der viele Jahre in Frankreich gearbeitet hatte. Im 19. Jahrhundert war hier eine der vielen Familien namens Burtscher (damals der gängigste Name in Wald) ansässig. 1890 ging das Anwesen an Alberta Burtscher über. Sie war mit einem Zuwanderer aus dem Trentino verheiratet. Anton Dalberto stammte aus Feltre und war im Zuge des Baus der Arlbergbahn ins Klostertal gekommen. Der jüngste Sohn Andreas übernahm im Laufe des 20. Jahrhunderts den elterlichen Besitz. Er verstarb am Ende des 20. Jahrhunderts im Alter von fast 100 Jahren und zählte zu den Originalen des Dorfes.


Obere Gasse 25
Wenn man der dörflichen Überlieferung Glauben schenkt, handelt es sich bei diesem Haus um das älteste Gebäude von Wald am Arlberg. Zu diesem zählte im 19. Jahrhundert eine Färberei, die sich in unmittelbarer Nähe am Annabach befand. Als Hausname bürgerte sich daher die Bezeichnung „Färbers“ ein. Diesen trug zunächst die hier ansässige Familie Gantner. Durch die Heirat der Tochter Amalie mit dem aus Schruns stammenden Franz Josef Fritz ging er auf die Familie Fritz ein. Der älteste Sohn Karl  war als „Färbers Karle“ eine bekannte Persönlichkeit in Wald, der unter

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