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Stadtflair & Naturgenuss
in der Alpenstadt Bludenz

  • Mittelpunkt von fünf Tälern
  • Kultur und Geschichte spüren
  • Bewegung in grüner Natur
  • Marktplatz für Entdecker

Zeit für Entdeckungen.
Gemeinsam im Brandnertal.

  • Aktiv Natur erleben
  • Wertvolle Familienzeit
  • Regionale Kulinarik genießen
  • Abwechslung statt Langeweile

Intensive Naturerlebnisse
im Klostertal spüren

  • Raue Bergwelten bezwingen
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Genussvolle Gelassenheit
im Großen Walsertal

  • Naturjuwele des Biosphärenparks entdecken
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  • Regionale Köstlichkeiten probieren
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Etappe 3

Von Bludenz nach Braz mit Christof Thöny, Historiker

Mein Wanderkamerad für die dritte und letzte Etappe des Sunna-Wegs hat ein berufliches Aufgabenfeld, das so vielfältig ist wie die Themen des Sunna-Wegs. Er ist nicht nur Gymnasiallehrer für Religion und Geschichte, sondern auch selbstständiger Projektmanager in den Bereichen Kultur, Bildung und Regionalentwicklung sowie Verleger von mehreren Büchern. Er ist der Grund, warum wir heute auf dem Sunna-Weg historisch korrekte Inhalte lesen dürfen. Christof Thöny wandert in den nächsten eineinhalb Stunden mit mir von Gasünd nach Braz.

Das Wetter meint es gut mit uns. Nach dem kurzen Regenschauer am Morgen trocknen nun Sonnenstrahlen den Weg vor uns. Getroffen haben wir uns bei der Klangraststätte auf Gasünd, eine neue Blockhütte mit Holzxylofon, auf dem Kinder ihre musikalische Kreativität ausleben können. Wir starten los, nehmen die linke Abzweigung ins Klostertal und kommen sogleich ins Reden.

Wie sind denn die Themen für den Sunna-Weg entstanden? „Als ich mir zum ersten Mal den Wegverlauf auf der Karte angesehen habe, ergaben sich einige Themen wie von selbst, etwa die Geschichte der Besiedelung am Montikel in Bludenz. Anschließend bin ich losgewandert und habe mir mögliche Standorte entlang des Weges angesehen und überlegt, welches Thema man wo erklären könnte“. Klingt recht einfach. Gab es auch Herausforderungen während der Ausarbeitung? „Natürlich, die entstehen bei jedem Projekt“, antwortet Christof. „Beim Sunna-Weg galt es, die unglaubliche Themenvielfalt der Region leicht verständlich abzubilden. Landschaftliche, soziale, historische und moderne Geschichten wollten erzählt werden. Die zweite Herausforderung war eine ganz banale, nämlich genügend Bildmaterial zu finden. Besonders historische Themen sind wenig dokumentiert. Mir war es aber trotzdem wichtig, zusätzlich zum Text die Inhalte zu illustrieren. Menschen können Bilder viel schneller verarbeiten.“

Wie Recht Christof hat, merke ich, als wir bei der ersten Informationstafel ankommen, wo die Entwicklung des Klostertals beschrieben ist. Unglaublich, wie sich die Orte Wald und Braz seit den 30er-Jahren verändert haben! Wir bleiben einen Moment stehen und lassen den Blick über die Magerwiese gleiten, die vor uns liegt. Diese Wiesen werden nur einmal im Jahr bewirtschaftet und sind somit Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. „Das macht den Sunna-Weg so besonders“, meint Christof in diesem Moment. „Der Weg führt durch wunderschöne Landschaften. Man entdeckt so vieles, wenn man sich tiefer darauf einlässt. Und erst dann wird einem klar, wie viele Spuren die Menschen über die Jahrhunderte hinterlassen haben.“ Noch einen Augenblick lassen wir die Ruhe der Natur auf uns wirken und atmen die klare Bergluft ein, bevor wir gemütlich weitergehen.

Eine kleine Familie kommt uns entgegen. Der Sohn wedelt mit seinem Rätselheft und erzählt uns ganz aufgeregt: „Mir fehlt nur noch ein Buchstabe, dann habe ich das Lösungswort des Sunna-Weg-Rätsels geknackt!“ Da ist eine Gratulation angebracht! Außer Hörweite der Familie meint Christof: „Schön, dass die Inhalte auch Kinder begeistern können, wenn wir die richtigen Mittel zur Verfügung stellen.“

Mit gleichmäßigen Schritten setzen wir den Weg fort. Abgesehen von unseren Atemzügen, Vogelgezwitscher und einer Kuhglocke in der Ferne ist nichts ist zu hören. Ich nutze den Moment, um die letzte Frage zu stellen, die mich brennend interessiert. Warum heißt der Sunna-Weg eigentlich Sunna-Weg? Christof beginnt zu erklären: „Wir haben uns lange Gedanken gemacht, wie wir die Geschichte der Region in den Namen einbinden können. Da alle drei Gemeinden früher Teil der Herrschaft Sonnenberg waren, kamen wir auf den Namen Sonnenberg-Weg und von dort auf die etwas kürzere Form „Sunna-Weg“. Das ist gleichzeitig das Vorarlberger Dialektwort für Sonne. Und dieser Name passte wunderbar, denn wir wandern auch auf der Sonnenseite des Walgaus und des Klostertals.“ Jetzt weiß ich Bescheid. Und das nicht zu früh, denn gerade kreuzen wir die Allmein oberhalb von Braz. Die ersten Häuser sind bereits in Sichtweise, drei weitere Kehren durch den Ort und wir haben den Endpunkt der Etappe erreicht, das Traube Braz Alpen.Spa.Golf.Hotel. Es bleibt noch Zeit für eine kleine Stärkung im Restaurant, bevor mich der Bus nach einer aufregenden Wanderung wieder nach Bludenz bringt.

Kurzen Augenblick

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