Frühling zwischen Tal und Höhe

Wenn Bludenz langsam aufatmet

Der Frühling zeigt sich hier nicht auf einmal. Er tastet sich vor – entlang der Wege zwischen Bludenz, Nüziders und den ersten grünen Höhen. Die Auswahl an Touren bleibt bewusst reduziert: Wege, die jetzt schon gut begehbar sind. Nicht zu hoch, aber vielfältig genug, um mehrere Tage draußen zu verbringen. Bludenz funktioniert dabei als verlässlicher Ausgangspunkt. Vieles beginnt direkt im Ort, anderes ist mit kurzen Busfahren gut erreichbar.

Ein erster Weg – und ein klares Gefühl

Der Auftakt führt mich von Bludenz nach Bürs und weiter in die Bürser Schlucht. Der Weg dorthin führt ein Stück durch den Ort, entlang der Straße. Erst in der Schlucht verändert sich alles. Das Wasser wird lauter, die Luft kühler, die Felsen rücken näher zusammen. Ich gehe nicht weit hinein. Aber weit genug, um wirklich da zu sein.

Auf der Sonnenseite unterwegs

Am nächsten Tag zieht es mich auf die sonnigen Hänge rund um Bludenz. Der Sunna-Weg verbindet viele dieser Abschnitte. Ich gehe einzelne Etappen, kombiniere sie mit Abzweigungen Richtung Rungelin und erweitere die Runde über den Montikel Panoramaweg. Es ist ein gutes Gehen hier – nicht zu steil, nicht zu lang, aber abwechslungsreich. Immer wieder öffnen sich die Blicke ins Tal. Mit jedem Schritt wird klarer: Der Frühling ist hier schon angekommen.

Ein Blick von oben – Kunst trifft Frühling

Ein paar Tage später wechsle ich die Perspektive.

Mit der Seilbahn geht es hinauf auf den Muttersberg. Oben ist es ruhiger, weiter, ein Stück kühler.
Ich bleibe auf den Wegen rund um die Bergstation, folge dem Panoramaweg und lasse mir Zeit.
Zwischendurch tauchen immer wieder Kunstwerke auf – Teil des „Alpine Art“-Wegs.
Keine große Inszenierung, eher einzelne Punkte im Gelände, die den Blick verändern.

Ich gehe nicht weit.
Aber ich bleibe lange.

Ein Weg mit Ziel

Ein Tag gehört dem Klostertal. Der Weg zum Mason Wasserfall zieht sich gleichmäßig durch den Wald, stetig bergauf. Ohne Eile, aber mit Richtung. Am Wasserfall verdichtet sich alles. Bewegung, Geräusch, Kühle.

Ein kurzer Moment – der nachwirkt.

Dazwischen

Zwischen den längeren Touren entstehen ruhigere Abschnitte fast von selbst.

Ein Rundweg zur Klangraststätte Hellwald.
Kurze Wege rund um Bludenz.
Strecken, die nicht geplant sind, sondern entstehen.

Sie verbinden die Tage – leise und selbstverständlich.

Und was noch offen bleibt

Ein paar Wege bleiben bewusst offen:

Der Furkla Höhenweg.
Zur Untere Brüggelealp.
Zur Gavar Alpe im Klostertal.
Der Stebok-Wäg.

Vielleicht brauchen sie noch Zeit.
Oder einfach einen nächsten Aufenthalt.