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Großes Walsertal - Vorarlberg
 
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Leben im Einklang mit der Natur – UNESCO Biosphärenpark Großes Walsertal

Die Natur zu nutzen ohne ihr zu schaden! Mensch und Natur in positiver Wechselwirkung miteinander

Das Große Walsertal in Vorarlberg ist ein von der UNESCO anerkanntes Biosphärenreservat. Die Region wurde am 10. November 2000 von der UNESCO in die Liste der weltweiten Modellregionen für nachhaltiges Leben und Wirtschaften aufgenommen. Der Auszeichnung durch die UNESCO gingen zwei Jahre intensive Planung in Zusammenarbeit mit einigen Landesstellen, der Regionalplanungsgemeinschaft des Großen Walsertales und vielmehr noch mit der ortsansässigen Bevölkerung voraus, um dieses wichtige Etappenziel einer nachhaltigen Regionalentwicklung zu erreichen.

In einem Biosphärenpark sollen Mensch und Natur miteinander in Wechselwirkung treten und sich positiv ergänzen. Die Natur zu nutzen ohne ihr zu schaden, so lautet die Devise eines Biosphärenparks.

Was ist ein Biosphärenpark?

Das Programm „Man and Biosphere“ wurde von der UNESCO in den 70er Jahren gestartet. Das ehrgeizige Ziel: Es sollen Wege aufgezeigt werden, wie besonders schützenswerte Lebensräume für zukünftige Generationen erhalten werden können. Dazu wurde im Laufe der Jahre ein weltumspannendes Netz an Musterregionen für nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweisen geknüpft.

Biosphärenparks (international: Biosphärenreservate) sind Gebiete, die im Rahmen des UNESCO Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) nach internationalen Kriterien anerkannt sind. Sie umfassen großflächige Ökosysteme von herausragender Bedeutung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt.

Die UNESCO nennt gleichrangig drei Hauptfunktionen von Biosphärenparks:

  • Schutz von Ökosystemen und Landschaften, Erhaltung der biologischen und kulturellen Vielfalt und der genetischen Ressourcen
  • Entwicklung und Förderung von ökologisch, wirtschaftlich und soziokulturell nachhaltigen Formen der Landnutzung
  • Unterstützung von Forschung, Umweltbeobachtung und Bildungsaktivitäten für besseres Verstehen von Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur

Das Biosphärenpark Konzept der UNESCO stellt somit ein umfassendes Schutz- und Entwicklungsinstrument dar. Da es Schutz und Nutzung verbindet und den Menschen mit einbezieht, ist es maßgeschneidert für Kulturlandschaften mit hohen Naturwerten. An die 500 solcher so genannter Lebensraumreserven – was das Wort Biosphärenreservat wörtlich bedeutet – hat die UNESCO bisher in über 100 Ländern ausgezeichnet.

Warum gerade das Große Walsertal? - Eine Idee wird geboren

Das Große Walsertal mit einer Fläche von knapp 200 km2 liegt mit seinen sechs Gemeinden Thüringerberg, St. Gerold, Blons, Sonntag-Buchboden, Fontanella-Faschina und Raggal-Marul im Süden Vorarlbergs im Westen Österreichs. Etwa 3500 Menschen wohnen in diesem bergbäuerlich geprägten Hochgebirgstal, das sich von 580 bis auf 2.704 m erstreckt.

Das Große Walsertal ist ein Gebiet, in dem es praktisch keine Industrie gibt, dafür aber einzigartige Naturschätze und wertvolle Kulturschätze. Diese Schätze sind die Grundlage für die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner des Tales, für die Landwirtschaft, den Tourismus, für die Wirtschaft und für den Erfolg der regionalen Produkte. Im Tal gibt es knapp 200 landwirtschaftliche Betriebe, von denen immerhin noch die Hälfte im Vollerwerb – in erster Linie in der Viehzucht bzw. Milchwirtschaft - tätig sind. Ein weiterer wichtiger Erwerbszweig der Talbevölkerung ist der Tourismus, der jährlich ca. 180.000 Nächtigungen verzeichnet – eine Zahl, die zurzeit jedoch eher stagnierend bzw. sogar sinkend ist. Über 800 Talbewohner/innen sind gezwungen, in das nahe gelegene Rheintal oder in den Walgau auszupendeln. Dass man über das Große Walsertal nicht einfach eine „Schutz-Käseglocke“ stülpen kann, war den Promotoren der Idee „Biosphärenpark“ gleich zu Beginn klar. Man war sich einig, dass man im Großen Walsertal eine Entwicklung ankurbeln wollte, die sowohl den Menschen im Tal als auch der Natur und der Wirtschaft zugute kommen sollte. Das Programm „Mensch und Biosphäre“ der UNESCO – kurz MAB genannt – schien für die Ziele im Großen Walsertal bestens geeignet zu sein. Denn es geht in Biosphärenreservaten darum, die Natur zu nutzen, ohne ihr zu schaden und die landschaftlichen Schätze als Kapital für die Entwicklung von Tourismus, Wirtschaft und Lebensqualität zu sehen.

Im Großen Walsertal wurde die Bevölkerung in die Idee, aus dem Großen Walsertal einen Biosphärenpark zu „machen“ gleich zu Beginn aktiv mit eingebunden. Auch das Logo für den Biosphärenpark wurde nicht von einem Designer gestaltet – ein passendes Biosphärenpark-Logo zu kreieren war das Thema eines Schülerzeichen-Wettbewerbs im Großen Walsertal.

Im Jahr 2000 wurde ein hauptamtlich besetztes Biosphärenpark-Management in der Region geschaffen – ein Knotenpunkt für regionale Anliegen, die Umsetzung von Projekten, die Öffentlichkeitsarbeit, die Koordination der vielfältigen Aktivitäten in einem Biosphärenpark.

Kernzone Gadental im Biosphärenpark Großes Walsertal

Kernzone Gadental im Biosphärenpark Großes Walsertal

Alpen im Biosphärenpark Großes Walsertal

Alpen im Biosphärenpark Großes Walsertal