Armatin High Trail: Torrent Control and Structures
Seit 1919 wurden im Galgentobel über 100 Querwerke und drei Geschiebeauffangbecken zum Schutz vor Hochwasser und Muren errichtet. Die laufende Sanierung und Erweiterung der Verbauungen schützt Siedlungsraum und Infrastruktur in Bludenz und Nüziders.
Seit dem Beginn der Galgentobel-Verbauung im Jahr 1919 wurden kontinuierlich sowohl kleinere als auch größere Projekte realisiert, um die Verbauungen zu warten, zu erneuern und auf den neuesten Stand zu bringen, um weiterhin einen effektiven Schutz zu gewährleisten. Insgesamt wurden im Einzugsgebiet des Galgentobels mehr als 100 Querwerke (Sperren, Grundschwellen und Sohlgurte) sowie 3 Geschiebeauffangbecken am Schwemmkegel errichtet.
Beim Muttersbergtobel wurde damals eine der ersten Bogensperren gebaut – für diese Zeit und die Begebenheiten vor Ort eine beeindruckende Leistung. Früher konnten die Menschen das Gelände sehr gut lesen und fanden daher oft ideale Standorte für Bogensperren. Zudem war ihnen bewusst, dass über eine Bogensperre eine einfache Ableitung der statischen Kräfte in Bergflanken möglich war.
Auch in Zukunft werden hier weitere Projekte (Sanierungsarbeiten an Sperren, Zubau von weiteren Sperren) umgesetzt werden, um den Siedlungsraum, die Bahn und Bahninfrastruktur sowie die Landesstraßen vor Muren und Hochwasser zu schützen.
Wie die letzten Jahre gezeigt haben, funktioniert die Verbauung bei mittlerem Hochwasser gut, sodass im Unterlauf insgesamt 20.000 m³ Geschiebe nahezu schadlos zur Ablagerung gelangen konnten.