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Großes Walsertal - Vorarlberg
 
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Alpe Steris - Friedliche Alpen schenken Ruhe und Erholung!

Ein Reisebericht von Monique Hermes aus Luxemburg

„Grüß Gott auf der Alpe Steris. Hier bekommen Sie: Milch, Butter und Käse sowie Speis und Trank bei einem gemütlichen Hock auf der Bank!“ Diese Einladung, die auf einer hölzernen Tafel am Steris Stüble angebracht ist, schlägt man nicht aus, wenn man nach einem doch etwas anstrengenden Aufstieg, entweder von Marul oder aber von der Seilbahnstation Stein über Unter- und Oberpartnom herkommend, endlich das Ziel seiner Wanderung erreicht hat: eine der friedlichen, blumengeschmückten Almen im Biosphärenpark Großes Walsertal. In diesem Fall Steris, das typische, auf 1.460 Meter Seehöhe gelegene Walser Alpendorf, das mittlerweile 13 Hütten zählt.

Empfangen wird man auf Steris von der Hüttenwirtin Andrea höchstpersönlich. Und diese strahlt jene seltenen Eigenschaften aus, die wohl in Gottes schönstem Erdengarten ansteckend wirken: Zufriedenheit und innere Ruhe, gepaart mit Freundlichkeit. Nirgendwo sonst hat man noch so viel Zeit, wie eben auf den Almen – oder Alpen, wie man sie im „Ländle“ nennt. Und nirgendwo sonst wird dem Gast denn auch liebend gern etwas von dieser Zeit geschenkt. Vorausgesetzt, er nimmt das kostbare Geschenk an…


Jetzt werden sich manche Vorarlberger fragen: Was verschlägt eine Luxemburgerin ins Große Walsertal und weiter auf die gemütlichen Alpen, die zum Verweilen einladen. Und ich werde bekennen müssen, dass das herrliche Bergtal mir bereits seit 35 Jahren ein Begriff ist und dass es mich immer wieder dorthin zieht. Einerseits, weil der Natur belassene Flecken Erde es mir sehr angetan hat. Andererseits, weil ich im Laufe der Jahrzehnte dort gastfreundliche Menschen kennen und schätzen gelernt habe. Und nicht zuletzt, weil Hektik im Großen Walsertal immer noch ein Fremdwort ist.
Vielleicht auch, weil man an solch begnadeten Orten fast immer auf Gleichgesinnte stößt: Menschen, die das Ursprüngliche suchen und finden und solche, die dazu bereit sind, echte Werte mit anderen zu teilen. Gerade darin liegt für mich das Geheimnis der Berge und ganz besonders des Großen Walsertals.


Mittlerweile kann man im Biosphärenpark einen Käse genießen, der seinem Namen alle Ehre macht. „Walserstolz“, heißt er und er hat seinen wohlverdienten Platz auf den zünftigen Brettljausen, die man auf den Alpen, wie eben Steris oder der sozusagen benachbarten Breithornhütte – hier waltet Martha als Chefin ihres Amtes – oder auch auf Laguz und Klesenza genießen kann. Dass zu dieser Brettljause auch ein Stamperl gehört, ist keineswegs zu verwerfen. Dieses oft hausgemachte Lebenselixier trägt zum nicht nur zum Verdauen bei sondern fördert auch die Geselligkeit, die hier sowieso gepflegt wird. Das Duzen gehört übrigens sehr schnell dazu.
Kurzum, auf „meinen“ Alpen im Großen Walsertal ist die Welt noch in Ordnung und das Leben schön. Auch die Menschen, die hier im Schweiß ihres Angesichtes ihr Brot verdienen und es nicht immer leicht haben – zuweilen versteckt die Sonne sich bekanntlich hinter düsteren Wolken – möchten ihr Paradies wohl kaum missen. Die meisten Besucher wissen die harte Arbeit der Hüttenwirtinnen und Hüttenwirte sowie der Sennerinnen und Senner zu schätzen und zu achten. Weil sie es ganz einfach verdienen.


Vielleicht verstehen Sie mittlerweile, warum gerade das Große Walsertal mit seinen beschaulichen Orten und seinen urigen Alpen es mir angetan hat… Hier, so scheint mir wenigstens, würde selbst der Herrgott Urlaub machen. Und er wüsste warum.
„Treten Sie ein, unsere Jause schmeckt fein, dazu ein gutes Tröpfl Wein, kann das Leben schöner sein?“, liest man auf der bescheidenen, aber gediegenen Speisekarte auf Steris. Diese Einladung gilt, weil sie ehrlich gemeint ist. Genau wie das nette „Kuhten Tag!“ auf der Breithornhütte im sozusagen benachbarten Oberpartnom. Oder das herzliche Willkommen auf Klesenza und im Laguz…

Steris Stüble im Biosphärenpark Großes Walsertal

Steris Stüble im Biosphärenpark Großes Walsertal