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Referenten und Fachvorträge beim 1. Familien Forum Brandnertal

Fünf hochkarätige Dozenten aus dem In- und Ausland teilen ihr Wissen mit den Teilnehmern

Prof. DDr. Manfred Spitzer

Leiter der psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm sowie Gründer des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen (2004). Der Gehirnforscher und Psychiater arbeitet an der Schnittstelle von Geist und Gehirn in den Bereichen der kognitiven und sozialen Neurowissenschaft. Mit seinen Büchern und TV-Sendungen („Geist & Gehirn“, BR alpha) vermittelt er Ergebnisse und Zusammenhänge der Neurowissenschaften allgemeinverständlich der Öffentlichkeit.

Vortag 1 (Freitag)
„Was die Natur in und mit unserem Gehirn macht!“
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gerade in den letzten Jahren unser Verständnis der positiven Wirkungen des Naturerlebens auf Gehirn und Geist gezeigt. Der Aufenthalt in der Natur bzw. das Erleben von Natur machen den Menschen nachweislich gesünder,  sozialer und kreativer. Mit anderen Worten: Empathie, Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen wird durch Natur ebenso gefördert wie Kreativität und Problemlösefähigkeit. Beide Auswirkungen können sich dabei durchaus ergänzen und synergistisch wirken. So werden zum einen Stress und Ängste reduziert und zum anderen Freiräume für positives Denken generiert. Positive Auswirkungen auf die Gesundheit sind damit vorprogrammiert und lassen sich tatsächlich ganz handfest nachweisen. Im Vortrag wird eine Brücke geschlagen zwischen den wissenschaftlichen Grundlagen zu den Auswirkungen von Natur auf den Menschen und den daraus folgenden ganz praktischen Anwendungen.

Vortrag 2 (Samstag)
„Mentale Stärke durch Bewegung, Musik, Theater und kreatives Gestalten“
Mentale Stärke ist die Fähigkeit, sein Leben zu leben und selbstbestimmt zu Handeln. Hierzu gehören Fähigkeiten, Fertigkeiten, Einstellungen, Haltungen und sogar manches Wissen. Wie genau kommt all das in die Köpfe unserer Kinder? Was können wir tun, um positive Entwicklungen zu unterstützen und negative zu verhindern? Anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse wird gezeigt, welchen Beitrag Bewegung, Musik, Theater und der kreative Umgang mit Materialien Gestalten (Malen, Bauen, Werken) zur Entwicklung unseres Gehirns leisten. Nicht romantische Pädagogik sondern internationale wissenschaftliche Fachblätter sind die Quellen der Erkenntnisse, die an Beispielen veranschaulicht werden.

Prof. Dr. Alexander Woll

Leiter des Instituts für Sport und Sportwissenschaft des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften und dort verantwortlich für die sozialwissenschaftlichen Teildisziplinen der Sportwissenschaft. Er ist Sprecher der dvs-Kommission „Gesundheit“ der deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft. Das Bundesgesundheitsministerium berät er in Fragen der bewegungsbezogenen Gesundheitsförderung.  Die wissenschaftlichen Schwerpunkte von Alexander Woll liegen im interdisziplinären Schnittbereich von sportpädagogischer, -psychologischer und sportsoziologischer Forschung.

Vortrag
„Aktive Kinder - starke Kinder: Warum Bewegung in der Kindheit für die

Entwicklung wichtig ist!“
Bewegung bietet viele Chancen, um eine ganzheitliche Entwicklung und Bildung von
Kindern zu fördern. Neben der biologischen und gesundheitlichen Chance bietet ein
„Mehr“ an Bewegung auch eine emotionale, gesellschaftliche und kognitive Chance. Bewegung regt die Veränderung von Nervenzellen und ihren Netzwerken an und erleichtert in Kombination mit kognitiven Inhalten das Speichern von Informationen. Insbesondere im Kindesalter ist daher ein „aktives“ elterliches Vorbild wichtig, damit Kinder die Bedeutung von körperlich-sportlicher Aktivität am eigenen Körper erfahren können und an einen aktiven Lebensstil herangeführt werden. Die Fähigkeit des Gehirns, sich in Folge körperlicher Aktivität sowohl strukturell als auch funktionell zu verändern, bleibt lebenslang erhalten (Walk, 2011).

Marlies Wagner

Marlies Wagner ist Supervisorin, Pädagogin mit dem Schwerpunkt Fortbildung im Arbeitsfeld der Elementarpädagogik und arbeitet am „Institut für angewandte Psychologie und Pädagogik“ in Kiel. Sie ist auch redaktionelle Mitarbeiterin bei der Fachzeitschrift „klein & groß“.

Vortrag
„Hast du heute nur gespielt oder auch was Richtiges gelernt?“ 

Spielen und Lernen wird heute oft als Gegensatz dargestellt, doch „Spielen ist Lernen“.
        S   Spannung abbauen
        P   Persönlichkeitsbildung
        I     Identität entwickeln
        E   Emotionen er- ausleben
        L   Lernerfahrungen machen
Das Spiel ist der „Beruf des Kindes“. Es ist keineswegs nur Spielerei. Durch die Vielfalt der unterschiedlichen Spielformen und die damit verbundenen Lernmöglichkeiten erwirbt das Kind Kompetenzen; die es in die Lage versetzt, eine eigene Identität und ein stabiles Selbstwertgefühl aufzubauen. "Das Spiel ist der Weg der Kinder zur Erkenntnis der Welt, in der sie leben.“ Maxim Gorki Alles spricht dafür: Wir müssen den Kindern mehr Freiheit und Raum in der Natur geben, anstatt die Kinder mit Programmen zu programmieren. Und dazu in der Natur sein. Draußen sein heißt im hohem Maße Welteroberung – am Leben teilhaben –, sich behaupten – Gefahren suchen und gefährliche Situationen überstehen – sich selbst in der Wildnis entdecken.

Dr. Silvia Exenberger

Dr. rer. nat. in Psychologie, Universität Innsbruck, Klinische- und Gesundheitspsychologin. Universitäts-Assistentin an der Medizinischen Universität Innsbruck, Univ.-Klinik für Medizinische Psychologie, Department für Psychiatrie und Psychotherapie. Externe Lehrende am Institut für Psychologie, Universität Innsbruck. Zuvor „Research and Development Advisor“ bei SOS-Kinderdorf International mit Hauptsitz in Innsbruck.

Vortrag
„Praktischer Zugang zur Entwicklungspsychologie des Kindes“
Die empirische Entwicklungspsychologie baut auf eine 100-jährige Geschichte auf, in der es unterschiedliche Forschungstraditionen mit unterschiedlichen Fragestellungen und Konzeptionen der Entwicklung gab. Allen Forschungstraditionen war jedoch gemeinsam, dass sie sich mit Veränderungen im Verlauf der Lebensspanne befassten. In diesem Vortrag steht der Lebensabschnitt ‚Kindheit’ und die Haupttätigkeit des Kindes – das Spielen – im Vordergrund. In unserer westlichen Gesellschaft ist die Lebensphase der Kindheit klar umschrieben: Das Kind befindet sich in noch allen wesentlichen Lebensfragen in vollkommener Abhängigkeit vom Erwachsenen. Im Spiel hingegen übernimmt das Kind Kontrolle. Alles fügt sich nach seinen Wünschen, weil die Situation den eigenen Zielen durch Umdeutung gefügig gemacht wird. Das freie Spiel der Kinder ist jedoch immer mehr „in Gefahr“, denn es wird ausgegrenzt aus der Alltagswelt und abgegrenzt gegenüber anderen Lebensbereichen. Um dieser „Gefahr“ entgegenzuwirken, wird am Ende des Vortrages das freie Spiel als entwicklungsnotwendige Lebensform diskutiert.

OÄ Dr. Johanna Rohrer

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin  – ist geschäftsführende Oberärztin einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik mit dem Schwerpunkt Abhängigkeitserkrankungen. Berufliche Erfahrungen sammelte sie während ihrer Ausbildung am LKH-Rankweil, seit 10 Jahren Spezialisierung auf Suchterkrankungen, Leiterin von diversen Projekten, gutachterlich tätig für das Bezirksgericht Feldkirch.

Vortrag
„Sommerfrische – Erholung in der Natur“
Ein schönes altes aber schon fast vergessenes Konzept. Im 19. Jahrhundert als „sommerliche Landflucht der Städter“ weit verbreitet, ist der Begriff und seine Intention unserer Meinung nach heute aktueller denn je. Eine gute Möglichkeit der Hektik des Alltags zu entfliehen, Energie zu tanken, sich in der Natur wohl zu fühlen und mit allen Sinnen zu genießen. Aus der Einfachheit und aus dem Kreislauf der Natur Stärke gewinnen. Das intensive Naturerlebnis und die Abgeschiedenheit bietet Familien eine wohlverdiente Auszeit. Ist diese Art von Urlaub tatsächlich noch umsetzbar und zeitgemäß? Braucht es in der Natur Animation? Haben wir noch genug Intuition und Fähigkeiten uns in der Natur zurechtzufinden? Sind wir uns dieser Ressource bewusst und nützen wir Sie auch entsprechend?